Frauenarztpraxis

Dr. Volker Heinecke

Für Brustgesundheit kann man etwas tun!

Brustkrebs ist mit ca. 70.000 Neuerkrankungen im Jahr in Deutschland die häufigste bösartige Erkrankung der Frau. Obwohl die Diagnose auch heute noch verunsichert, besteht kein Grund für Pessimismus. Denn es gibt nur wenige bösartige Erkrankungen, die dank der großen medizinischen Fortschritte der letzten Jahre eine so gute Prognose haben wie der Brustkrebs.

Voraussetzung ist allerdings, dass die Diagnose frühzeitig gestellt wird und dass eine adäquate Therapie durchgeführt wird. Der Wichtigkeit der frühzeitigen Diagnosestellung trägt unser gesetzliches Früherkennungsprogramm Rechnung. Die Therapie ist mehr denn je eine individualisierte Therapie, weil es DEN Brustkrebs so nicht gibt.

Die gesetzliche Früherkennung

  • Jeder Frau ab dem 30. Lebensjahr steht die jährliche Tastuntersuchung der Brust im Rahmen der Krebsvorsorge zu.
  • Zusätzlich erhält jede Frau zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr alle 2 Jahre eine Mammographie. Das Programm des Mammographie-Screenings stellt eine hochqualifizierte und sehr wirkungsvolle Methode der Früherkennung dar. Unser regionales Zentrum unterstützt uns vorbildlich mit allen nötigen Informationen. Davon profitieren nicht zuletzt unsere Patientinnen.

Was kann man sonst noch tun?

  • Die monatliche Selbstuntersuchung der Brust durch die Frau sollte nicht unterschätzt werden, denn 80% aller bösartigen Befunde werden durch Frauen selbst entdeckt. Deshalb bieten wir in der Praxis die Anleitung zur Selbstuntersuchung nach der MammaCare-Methode® an.
  • Die jährliche Ultraschall-Untersuchung der Brust ist eine etablierte Methode nicht nur zur Abklärung, sondern auch zur Früherkennung. Dabei profitieren in besonderem Maße junge Frauen und Frauen mit sehr dichtem Drüsengewebe (ACR III und ACR IV).
  • Die Indikation zur Mammographie bei Frauen unter 50 Jahren muss sehr streng und individuell gestellt werden.
  • Frauen mit einem familiären oder genetischen Risiko müssen erkannt werden und können an einem intensivierten Früherkennungsprogramm teilnehmen.

Was kann man vorsorglich tun?

Brustkrebs-Vorsorge ist eigentlich eine Früherkennung von Brustkrebs, weil der Brustkrebs im Einzelfall nicht wirklich verhindert werden kann. Trotzdem weiß man seit langem, dass unser Lifestyle großen Einfluss auf unsere Gesundheit hat. Das gilt auch für die Gesundheit der Brust. Folgende Faktoren fördern bösartige Erkrankungen der Brust:

  • mangelnde sportliche Betätigung
  • übermäßiges Körpergewicht, insbesondere die starke Gewichtszunahme jenseits der Wechseljahre
  • Alkoholkonsum
  • Nikotinabusus

Die Konsequenz: pflegen Sie einen Lebensstil, den man allgemein als "gesund" bezeichnet. Treiben Sie Sport, verzichten Sie auf Genussgifte und halten Sie ihr Gewicht in einem angemessenen Rahmen.

Was empfehlen wir sonst noch?

Bleiben Sie gelassen! Nutzen Sie die medizinischen Angebote und pflegen Sie einen gesunden Lebensstil.

Bedenken Sie, dass sich die Brust über den Monat verändert. Im allgemeinen ist die Brust vor der Regelblutung knotiger und druckschmerzhafter. Tasten Sie die Brust deshalb bevorzugt in den Tagen NACH der Periode ab. Anderenfalls werden Sie durch schmerzhafte Knoten nur unnötig verunsichert.

Haben Sie ein betroffenes Familienmitglied, so sprechen Sie uns an, damit wir Sie individuell beraten können.

Haben Sie eine dichte Brust, dies ist bei jungen Frauen normal, kommt aber auch bei älteren Frauen vor, so empfehlen wir Ihnen eine Ultraschalluntersuchung der Brust, da hier die Aussagekraft der Mammographie eingeschränkt ist.

...und welche Rolle spielen die Hormone?

Schlagzeilen wie "Hormone machen Krebs!" sind völlig irreführend, pauschal und überzogen. Hormone sind in unserem Körper allgegenwärtig und ohne sie könnten wir keine Sekunde leben. Mit Hormonen sind wohl die Sexualhormone gemeint, deren Bedeutung noch nicht abschließend bewertet werden kann, die aber im Verhältnis zu den genetischen Faktoren und dem Lifestyle vermutlich völlig überschätzt werden. Ein individueller Umgang mit Östrogenen und Gestagenen ist deshalb völlig in Ordnung, wenn entsprechende Mangelbeschwerden vorhanden sind. Eine persönliche Beratung ist immer sinnvoll. Sprechen Sie uns an.

Kurz und knapp:

Nutzen Sie

  • die jährliche Früherkennung, Krebsvorsorge
  • die Möglichkeit zur Brustselbstuntersuchung
  • die Ultraschall-Untersuchung der Brust, insbesondere bei dichter Brust
  • das Mammographie-Screening ab 50 und
  • die Vorteile eines "gesunden Lebensstils" und den Verzicht auf Lifestyle-Drogen, um gute Voraussetzung für eine Brustgesundheit zu schaffen.

Das Brustzentrum der Universitätsfrauenklinik in Tübingen hat sich in über 25 Jahren unser Vertrauen erarbeitet. Wir wissen unsere Patientinnen dort bestens aufgehoben. Der internationale Siegeszug der Einrichtung von Brustzentren wurde in Tübingen kreiert und perfektioniert. Das Original ist nicht nur Vorbild, sondern auch richtungsweisend. Davon profitieren unsere Patientinnen und die Praxis.