Frauenarztpraxis

Dr. Volker Heinecke

Myome - häufig, harmlos, lästig.

Was ist ein Myom?

Ein Myom ist eine gutartige Neubildung des Muskelgewebes der Gebärmutter. Dabei kann es sich diffus vermehren oder auch knotig wachsen.

Kann ein Myom auch bösartig werden?

Ein Myom ist grundsätzlich gutartig. Es besteht auch keine Gefahr, dass ein Myom über die Zeit entartet. Wenn sich trotzdem der extrem seltene Fall zeigen sollte, dass ein angenommenes Myom nicht gutartig ist, so liegt der Verdacht nahe, dass es sich hierbei schon primär nicht um ein Myom gehandelt hat.

Welche Beschwerden hat man bei einem Myom?

Myome können Beschwerden machen, müssen es aber nicht. Dabei spielt weniger die Größe als vielmehr der Sitz des Myoms eine Rolle. Starke und schmerzhafte Blutungen, Druckgefühl auf Blase und Darm, vermehrte Fehlgeburten oder auch unerfüllter Kinderwunsch können auf Myome hindeuten. Im Einzelfall muss eine gynäkologische Untersuchung Klarheit bringen.

Die Behandlung eines symptomatischen Myoms.

Stellt das Myom ein Problem bei der Realisierung des Kinderwunsches dar oder liegt es knapp unterhalb der Schleimhaut und führt zu starken Blutungen, dann ist der operative endoskopische Eingriff die Methode der Wahl. Dabei kann die medikamentöse Vorbehandlung sinnvoll sein, um das Volumen des Myoms zu reduzieren und so den Eingriff leichter ausführen zu können.

Führt das Myom alleine durch seine Größe zu starken Blutungen oder zu Schmerzen beim Verkehr oder Druck auf Blase und/oder Darm, so ist ein medikamentöser Therapieversuch in jedem Fall gerechtfertigt. Dann kann entschieden werden, ob bei weiterhin bestehenden Beschwerden die OP bei kleinerem Befund durchgeführt werden soll, oder ob auf den operativen Eingriff verzichtet werden kann.

Mit welchen Konsequenzen habe ich bei einem Myom zu rechnen?

Auch hier spielt der Sitz des Myoms eine große Rolle. Ein kleines Myom in der Nähe der Gebärmutterschleimhaut kann starke Blutungen bewirken und ein großes, gestieltes Myom an der Gebärmutteroberfläche ist vielleicht ein Zufallsbefund ohne Beschwerden. Grundsätzlich gilt: Die Beschwerden bestimmen das therapeutische Vorgehen.

Vielleicht habe ich ja ein Myom und weiß es noch gar nicht?

Das kann gut möglich sein, denn immerhin hat jede dritte Frau in ihrem Leben ein Myom. Dabei machen viele überhaupt keine Beschwerden und können belassen werden.

Was ist bei einem Myom zu tun?

Haben sie ein symptomatisches Myom, so ist zu entscheiden, ob es operativ entfernt werden muss oder ob man einen medikamentösen Therapieversuch machen kann. Dabei steht die Beeinflussung der starken Blutung ganz im Vordergrund. Bei einigen Myomen kann auch das Volumen reduziert werden. So kann man erreichen, dass das Myom entweder leichter operiert werden kann, oder dass sogar gar nicht mehr operiert werden muss. Dies ist jedoch immer eine individuelle Entscheidung.

Der operative Eingriff

Endoskopische Eingriffe an der Gebärmutter zur Entfernung eines Myoms können durchaus eine Herausforderung sein, wenn die Funktion der Gebärmutter erhalten bleiben soll. Hier ist operative Expertise absolut gefragt. Die operative Abteilung der Universitäts-Frauenklinik in Tübingen unterstützt uns hier mit maximaler Kompetenz.

Wann ist ein Myom nicht mehr wichtig?

Myome wachsen östrogenabhängig. Solange also im Körper eine nennenswerte Menge an Östrogenen gebildet wird, besteht grundsätzlich die Möglichkeit des Wachstums und damit der Vermehrung der Beschwerden. Lässt der Östrogeneinfluss nach, besteht auch keine Wachstumsgefahr mehr. Spätestens nach Eintritt der Wechseljahre spielen die Myome also keine Rolle mehr.